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Auch vor dem Größten keine Angst

Werra-Rundschau: Herr Richter, gewöhnt man sich eigentlich daran, immer nur das Größte zu bauen, was es auf der Welt gibt?

AXEL RICHTER: Also, wir haben keine Angst vor Superlativen. Es ist natürlich dennoch jedes Mal eine Herausforderung, auf die wir uns einstellen müssen.

WR: Die Konjunktur zieht an, spüren Sie das auch in Hessisch Lichtenau?

RICHTER: Das schon, wir sind allerdings insofern nicht so stark abhängig von der Konjunktur, weil wir Kunden aus sehr unterschiedlichen Branchen haben. Geht es dem einem schlecht, dann geht es dem anderen gut. Wir haben immer zu tun.

WR: Wem geht es im Moment gut?

RICHTER: Allen Branchen, die etwas mit Energie zu tun haben.

WR: Wie profitiert Ihr Unternehmen davon?

RICHTER: Wir stellen Teile für einen Bagger her, der zum Abbau ölhaltiger Sande eingesetzt wird, wir bauen Teile für eine Pipelinerohr-Presse und wir liefern Bauteile für Windkraftanlagen.

WR: In Ihrer Firma werden riesige Geräte gebaut. Die Maße werden aber auf den Millimeter angeben. Warum?

RICHTER: Weil es bei aller Größe der Stücke, die wir fertigen, auch auf höchste Präzision ankommt. Gerade wenn große Kräfte wirken, wie etwa in einer Zementmühle, wo Gestein zermahlen wird, muss alles genau passen.

WR: Gibt es eine Grenze?

RICHTER: Bei 280 Tonnen ist Schluss. Mehr schaffen die Autokräne nicht.

Das Gespräch mit Axel Richter führte Dieter Salzmann.
Quelle: Werra Rundschau


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Aktualisiert am 30.07.2008